Bildvortrag „Heimat in der bildenden Kunst“
9. November
Bildvortrag von Gerda Madl-Kren:
Kann man Heimat malen? Heimat in der bildenden Kunst zwischen Volkskunst, Weltkunst und Migration
Hat Kunst eine Heimat? – Volkskunst in globaler Gegenwart – Hat Heimat ein Gesicht? Heimat als Landschaft ( z.B. der niederländischen Landschaftsmalerei und Seestücke, Bilder der Alpen, oder japanische Landschaften), Heimat als Erinnerung (die verlorene Heimat oder die gewünschte – Künstler*innen im Exil), Heimat als Gemeinschaft (nicht ein Ort, sondern die Menschen, die Rituale), Heimat als Sprache der Bilder: warum erkennt man chinesische Kunst, afrikanische Skulptur, islamische Ornamentik sofort – Kulturen haben Bildsprachen entwickelt)…
Gibt es überhaupt „unsere Kunst“? Das kann die Politik nicht beantworten, sondern nur die Kunstgeschichte. Denn Kunst war immer auf Wanderung: die Gotik kommt aus Frankreich, das Papier und das Porzellan aus China, die Perspektive in der Malerei aus Italien. Kunst war nie national. Dann die Biennalen, die documenta: die schauen plötzlich nach Afrika, Lateinamerika oder Ozeanien, weil Europa entdeckt, dass Kunstgeschichte jahrhundertelang nur einen kleinen Teil der Welt erzählt hat. Können Zugewanderte unsere Kunst? Wann wird Kunst heimisch?
Vielleicht besitzt Kunst keine Heimat. Vielleicht ist sie selbst eine Heimat.
Bildvortrag von Gerda Madl-Kren
„Heimat in der bildenden Kunst“
Montag, 9. November 2026 um 19:00 Uhr
Kunstbahnhof Wörthersee am Veldner Hausbahnsteig Ost, Bahnhofplatz 1, Velden am Wörthersee
Clubbeitrag 18 Euro
Begrenzte Platzzahl – daher bitte um Anmeldung NUR über office@kunstbahnhofwoerthersee.at
ANREISE Bahnhof Velden am Wörthersee
Bahn oder Bus: fahrplan.oebb.at
Fahrrad: Fahrradständer Bahnhofsgelände Ost
PKW: Park & Ride Parkplatz Bahnhofsgelände West (Frachtenstraße)
